6. Juni 2009

TAG 1


Nach passieren der Zollkontrolle nehmen wir unsere Koffer in Empfang, werfen uns zunächst in bequeme Kleidung und werden dann von unseren Reiseleitern Don Victor und Sanjeewa empfangen. Verlässt man den Flughafen schlägt einem erst mal ein feuchtwarmer Luftstrom entgegen. Mein Eindruck war, ich hätte ein Treibhaus betreten. Ich hatte zu dieser Tageszeit doch mit etwas milderen Temperaturen gerechnet. Erstaunlicherweise gewöhnt man sich jedoch sehr schnell an dieses Klima. Nach dem ersten Gruppenfoto in der Morgendämmerung geht es dann aber gleich in den wundervoll klimatisierten Bus und wir starten in Richtung Sigiriya. Vorbei an einigen Kontrollen des Militärs, das uns aber in keiner Weise behelligt oder auch nur wirklich beachtet, steuern wir unseren ersten Zwischenstopp an. Erster Punkt in unserem wirklich straffen Programm ist das Elefantenwaisenhaus in Pinnawela. Wir dürfen bei der Fütterung der Elefantenbabies dabei sein. Nachdem diese satt sind, schlendern wir langsam über die Straße hinunter zum Fluss. Dorthin werden dann auch die Elefanten "getrieben", die ihrem täglichen Highlight entgegen fiebern. Die ca. 50 Elefanten strömen geradewegs in das kühle Nass und haben sichtlich Spaß dabei. Ungefähr 100 Fotos später verlassen wir das Getümmel im erfrischenden Nass und fahren weiter Richtung Sigiriya. Einen kurzen Stopp legen wir dann noch in einer alten Teefabrik ein. Wir besichtigen diese kurz und stärken uns mit einem Tee. Weiter geht es auf direktem Wege über Kurunegala nach Dambulla. Nach einem kurzen Mittagssnack in einem Hotel in Dambulla besichtigten wir den Höhlentempel von Dambulla. In der weitläufigen Anlage toben Affen auf den Felsen und freuen sich über von Besuchern erbeutetes Obst. Die Höhlentempel liegen auf einer kleinen Anhöhe - hier ist es angenehm kühl. Man muss die Schuhe am Eingang abgeben und sollte auf eine angemessene Kleidung achten (die Knie sowie Schultern müssen bedeckt sein und Kopfbedeckungen sind abzunehmen) Um Fotos machen zu können, muss ein Extraticket gekauft werden. Leider kann ich über den Preis nichts sagen, da unsere Reiseleiter diese Tickets für uns besorgten. Es gibt neben den buddhistischen Tempeln auch noch einen hinduistischen Tempel. Es gibt insgesamt fünf Grotten, in denen sich über hundert verschiedene Buddhastatuen "tummeln". In der ersten, doch recht engen Grotte - Devaraja Viharaya - liegt eine 15 Meter lange Figur des Erleuchteten im Parinirvana. Man vermutet, dass sich der Name Devaraja auf Vishnu bezieht. Eine Statue des Vishnu befindet sich ebenfalls in dieser Grotte. Die zweite Grotte - Maharaja Viharaja - ist mit ca. 37 Metern Länge die größte der Grotten. Wirklich beeindruckend sind neben den 60 Figuren auch die Malereien, welche die gesamten Wände und die Decke füllen. In den drei restlichen Grotten Maha Aluth Viharaya, Pachima Viharaya und Deveni Aluth Viharaya befinden sich ebenfalls viele Wandmalereien und verschiedene Statuen des Erleuchteten. Wir verlassen die Tempelanlage - meiner Meinung nach leider viel zu früh - um zu unserer nächsten Station zu fahren. Unser letzter Zwischenstopp für diesen Tag ist die Besichtigung des Hotels Amayake Lake in Sigiriya. Nun geht es endlich in unser Hotel für diese Nacht, dem Hotel Vil Uyuna in Sigiriya. Dieses Hotel verfügt über einzelne Villen, von denen einige als Pfahlbauten direkt in den beiden Seen angelegt sind. Dafür verfügen die anderen Villen über einen "Privatpool" direkt an der Terrasse. Trotz Müdigkeit muss das Nachtlager natürlich erst mal ausgiebig erkundet werden. Schon beim eintreten überkommt mich ein freudiger Schock. Der gesamte Bereich im Erdgeschoss ist als Badezimmer mit offenem Innenhof angelegt. Es gibt im Innenhof ein kleines Bassin, in dem Lotusblüten wachsen. Und neben einer schönen Dusche findet sich auch noch eine Badewanne aus Naturstein. Im Obergeschoss geht es dann in das große Schlafzimmer mit zwei kleinen Balkonen. Von diesen blickt man direkt auf den eigenen Pool. Wir haben noch anderthalb Stunden Zeit, bis wir uns im Hauptgebäude zum Dinner treffen. Also flugs unter die Dusche gesprungen, mit ausreichend Zitronella -Öl gegen die Moskitos präpariert, in frische Klamotten gehüllt und noch einmal die Kamera gezückt, um die ersten überwältigen Eindrücke auf Bits und Bytes zu brennen. Das Dinner ist für 19.00 Uhr geplant. Ich mache mich allerdings bereits um 18.30 Uhr auf den Weg, denn auch das Hauptgebäude muss dringend fotografiert werden. Auch hier ist alles sehr offen mit kleinen Teichen in denen Lotusblüten wachsen angelegt. Von dem offenen Restaurant - es ist lediglich überdacht - hat man einen fantastischen Blick auf den Felsen in Sigiriya. Als einer der letzten trifft Thomas mit den folgenden Worten im Restaurant ein: „ Mir ist eben ein Krokodil über die Füsse gelaufen“!!! Da sich links und rechts des Weges vor dem Hauptgebäude ein See erstreckt, wandern die Reptilien öfter über diesen Weg, um in den anderen See zu gelangen. Man erklärt uns, dass es also völlig normal sei, die die Krokodile gelegentlich zu treffen. Nachdem sich die allgemeine Aufregung wieder ein wenig gelegt hat, erhalten wir die Menükarten. Drei der vier Gänge können allerdings noch ausgewählt werden. Alternativ ein Fischgericht, ein Fleischgericht und ein vegetarisches. Nach dem Essen haben wir alle von dem langen Flug, dem langen Tag und den vielen neuen Eindrücken eine entsprechende Bettschwere und verlassen alsbald das Restaurant, um unsere müden Häupter endlich zur Ruhe zu legen. Am nächsten Morgen ist auch bereits um 07:00 Uhr das Treffen zum Frühstück geplant....